Pauken und Trompeten in Griesheim
Gardetag: 1400 Karnevalisten ziehen durch Griesheims Straßen und treffen sich im Anschluss beim Manöverball
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GRIESHEIM. „Sie kommen“, ruft der sechsjährige Tim aufgeregt, deutet auf die sich nähernden Karnevalisten und hält in froher Erwartung eine Plastiktüte bereit, um die von den Motivwagen herabgeworfenen Süßigkeiten sicher nach Hause transportieren zu können. Zum 24. Mal hatte der Tanzsport- und Carnevalverein St. Stephan (CVS) Karnevalisten aus Nah und Fern zu einem Gardetag eingeladen.

Mit Pauken und Trompeten sowie lautstarkem „Helau“ und „Hie Schlott“ zogen am Sonntag Nachmittag rund 1400 Karnevalisten, darunter vier Prinzenpaare, aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet durch Griesheims Straßen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das von Zugmarschall Dieter Selzer organisierte Spektakel. Im Gleichschritt marschierten die Gardisten in farbenprächtigen Kostümen, während die Rhythmuszüge für flotte Musik und die Kanoniere für Kanonendonner sorgten.

„Gut, dass es nicht so kalt ist“, freute sich Susanne Mönch von der Karnevalabteilung des TuS Griesheim, die sich unter das närrische Fußvolk gemischt hatte. Bei herrlichem Winterwetter hatten sich die Karnevalisten „gut eingepackt“. Einige Gardemädchen trugen dicke Winterpullis und drei Strumpfhosen unter ihrer Uniform, um sich zu Beginn der Kampagne ja keine Erkältung einzufangen.

Während sich der närrische Lindwurm noch durch Griesheims Straßen schlängelt, schaut Zugmarschall Dieter Selzer bereits in der Hegelsberghalle nach dem Rechten, wo im Anschluss an den Umzug traditionell der Manöverball gefeiert wird. 35 Auftritte sind geplant. „Wer auf die Bühne will, muss vorher im Zug mitlaufen, das ist Pflicht“, macht Selzer klar. Schließlich wolle man den Griesheimer Bürgern auch etwas fürs Auge bieten.

Der CVS-Zugmarschall kann Jahr für Jahr auf einen festen Teilnehmerstamm zählen. Dazu stoßen stets neue Gruppen, dieses Jahr beispielsweise das Männerballett „Dancing Maniacs“ und die „Dancebunnys“. Da sich im letzten Moment immer noch etwas ändert, erstellt Dieter Selzer erst eine Woche vorher genaue Pläne für die Zugaufstellung, das Manöverballprogramm und die Tischbelegung in der Hegelsberghalle.

„Beim Gardetag organisieren wir alles in eigener Regie“, macht Dieter Selzer deutlich. Für Auf- und Abbau, Licht- und Tontechnik, Bewirtung, Küche und Sektbar benötigt er daher zahlreiche Helfer. Unterstützt wird er nicht nur von seinen aktiven Vereinskameraden, sondern auch von Bekannten und Freunden.

 

hau
30.1.2006
   
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