Griesheimer Gardetag kurzfristig abgesagt

GRIESHEIM. Keinen Kanonendonner und keinen Konfettiregen gab es am Sonntag Nachmittag beim 27. Griesheimer Gardetag, dafür umso mehr enttäuschte Gesichter bei den Schaulustigen, die trotz nasskalter Witterung am Straßenrand standen und auf die Ankunft der Narren warteten. Lediglich die „Kerweborsch vum Donauschwabenhof“ und die Mitglieder der „Hot Schlotts“ zogen mit lautstarkem „Hie Schlott“ durch die Straßen.

„Der Zug wurde abgesagt, außer uns kommt niemand“, verkündete der Trupp, und die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Viele blickten verständnislos zum Himmel, der zwar trüb, aber just in diesem Moment trocken war. Während die Mehrzahl der Zuschauer den Heimweg antrat, beschlossen einige, zur Hegelsberghalle zu pilgern, um dort wenigstens den Manöverball zu genießen.

„Die Entscheidung fiel beim Kommandeursempfang“, erklärte indes Martin Penninger, der Vorsitzende des Tanzsport- und Carnevalvereins St. Stephan, in der proppenvollen Halle. „Wir müssen unsere Gruppen schützen. Alle haben in den kommenden Wochen eine Vielzahl von Auftritten zu absolvieren, und bei einem Umzug in nasskalter Witterung sind am nächsten Tag viele krank“, argumentierte er und erinnerte an die vielen Kinder, die am Umzug teilnehmen. Man habe sich deshalb entschlossen, mit den Kerweborsch nur eine kleine Abordnung durch die Straßen zu schicken und dafür den Manöverball auszuweiten.

 hau

20.01.2009

 

   
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