Großes Spiel im CVS Casino
Fastnacht: Mitreißendes Programm beim Carnevalverein St. Stephan in Griesheim
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GRIESHEIM. Zum großen Spiel hat der Tanzsport- und Carnevalverein St. Stephan (CVS) ins „CVS Casino“ in den „Königssaal“ der Hegelsberghalle eingeladen. „Las Vegas hat uns viel abgeschaut, bevor sie die Casinos gebaut“, reimt Sitzungspräsident Rudi Müller in seinem Kassenhäuschen und verteilt Jetons an seine Komiteemitglieder, die sich am Pokertisch und an den Spielautomaten sowie an der Bar vergnügen.

„Faites votre jeu, macht euer Spiel“, heißt es dann, und auf der Bühne entwickelt sich ein buntes Programm. Die Solotänzerinnen Christine Sorsa und Olivera Nedic sowie die Sternchengarde, die Little Lions und die Marschallgarde zeigen flotte Tänze, während das Musikcorps für musikalische Unterhaltung sorgt.

Über das Weltgeschehen und Griesheimer Anekdoten berichtet Protokoller Alexander Milde bei seinem Debüt in der Bütt. Auf „Griesemerisch“ ausgedrückt, was ihm auf der Seele brennt, hat Bürgermeister Norbert Leber. „In Griesem schwätze mer Klartext unn halte des a und net wie die annern nur bla, bla, bla!“, erklärt er und nimmt die politische Prominenz und deren Gerede um den heißen Brei aufs Korn.

Als Schornsteinfeger den Menschen in die Häuser geschaut hat Pfarrer Klaus Forster. Sibylle Wehnert, die mit ihrer Freundin aus „Hessisch Kongo“ (Odenwald) verabredet ist, verkürzt sich die Wartezeit mit Tratsch über andere Leute. Wie eine Pizzabestellung im Jahr 2020 ablaufen kann, darüber berichten Gisela Dalko und Dieter Braunstein. Das Prinzenpaar Prinz Giselher von Tsching Bumm und Stefani von Pauken und Trompeten fährt in einer „Stretch-Limousine“ vor und gibt sich die Ehre.

„Was e Prinzessin“, schwärmt Sitzungspräsident Rudi Müller angesichts der stattlichen Luftballon-Brüste, „do hätt ich´s im Winter warm unn im Sommer Schatte“. Der Klamauk des vermeintlichen Prinzenpaares, die Playback-Show mit Nana Mouskouri, Wenke Myhre, den Geschwistern Hofmann und Geier Sturzflug sowie ein Schlümpfemix kommen von der „Fun Factory“ des CVS, deren Mitglieder vom Publikum lautstark gefeiert werden.

Etwas fürs Auge bieten „Smirnoff“, die Akrobatengruppe aus Pfungstadt und das CVS-Männerballett mit ihrem „Cabaret“. Dass die Komiteemitglieder nicht nur ihrer Spielleidenschaft im Casino frönen, sondern auch musizieren und singen können, beweisen sie mit ihrem Lied „Oj, oj, oj, oj, jetzt trinke mer erst mol en Woj“ und ihren Teufelsgeigen, Rasseln, Waschbrett und Mülltonnen-Trommel.

„Rien ne va plus, nichts geht mehr“, heißt es weit nach Mitternacht, als die Lichter im CVS-Casino erlöschen und sich alle Aktiven gemeinsam mit den „Heelau Sisters“ zu einer großen Polonaise durch den Saal vereinigen.

hau
26.1.2009
   
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