Gut gebaute Männer auf der Narrenbühne

Damensitzung – Tanzsport - und Carnevalverein St. Stephan veranstaltet „Hexentanz auf dem Hegelsberg“ für Närrinnen

„Diediewomitdewutzdanze“ heißt das Männerballett des KCC Eschollbrücken Eich, das bei der Damensitzung in Griesheim die weiblichen Narren begeisterte.   Foto: Gudrun Hausl
„Diediewomitdewutzdanze“ heißt das Männerballett des KCC Eschollbrücken Eich, das bei der Damensitzung in Griesheim die weiblichen Narren begeisterte.  Foto: Gudrun Hausl
 
„Nur für die Frau und nix für den Mann“ gab es bei der 3. Damensitzung des Tanzsport- und Carnevalvereins St. Stephan. „Geparkt die Besen und in Erwartung auf hünenhafte Wesen“ versammelte sich Griesheims weibliche Narrenschar zum „Hexentanz auf dem Hegelsberg“.

GRIESHEIM. Gut gelaunte „Hexen“ bevölkerten die Hegelsberghalle, als auf der Bühne die Kessel eingeheizt wurden, der illustre Damenelferrat mit Brigitte Kelnhofer an der Spitze den Hegelsberg erklomm und der CVS-Musikzug „Atemlos“ die Stimmung entfachte.

Bis weit nach Mitternacht gaben sich gut gebaute Männer ein Stelldichein auf der Narrenbühne. Mal zünftig in Lederhosen als „Alpenrebellen“ zu „Rock mi heut Nacht“, mal als Bauarbeiter, als Eisbären, Pinguine, Schneemänner, Knastbrüder oder Peter Pan wirbelten die Männergruppen über die Bühne und zeigten mit viel Pep ihre tänzerischen Qualitäten.

Ausgefeilte Choreografien, fetzige Musik, grazile Hüftschwünge und akrobatische Einlagen sorgten für Begeisterungsstürme der versammelten Hexen. Bejubelt wurden vor allem die Griesheimer Gruppen wie die CVS-Zickenbändiger und das D.O.D.-Männerballett der TuS-Karnevalabteilung. Aber auch die Weiterstädter Funkenspritzer, die „Leosandwichdancers“, die „Dancing Maniacs“, die „Mühlbachräuber“ und „Diediewomitdewutzdanze“ hatten ihre weiblichen Fangruppen dabei, die bei den jeweiligen Auftritten für mächtig lustigen Hexenradau sorgten.

„De Pälzer“, alias Jürgen Jäger, ließ den deutschen Schlager hochleben und forderte ultimativ „die Rückkehr der ZDF-Hitparade auch in der ARD“. Dabei erwies sich das Publikum bei den Musikeinspielungen als sehr textsicher und ließ den Redner kaum zu Wort kommen. Etwas über die Hexen in Erfahrung bringen wollte „Zauberlehrling“ Alexander Milde, der abschließend der Sitzungspräsidentin drei Wünsche erfüllte. Als „CVS-Frauen-Fan“ outete sich Wolfgang Keller vom Gesangverein Harmonie in seiner Mitmach-Büttenrede, während Bürgermeisterin Gabriele Winter als „kloa Putzfraa cool und cremig“ in sozialen Netzwerken unterwegs war und ihr „Zwewwel-Elixir“ anpries.

Eindeutig zweideutig war der Beitrag der CVS-Komiteemitglieder, die als „drei Pianisten“ zwar öfter „einen Hänger“ hatten, aber hinter ihrem fiktiven Klavier mit hoch erhobenen Händen das Publikum im Unklaren ließen, mit welchem Körperteil sie in die Tasten hauten und nach eigenen Angaben „alles gaben“.

Als „Ste(h)wardess“ plauderte Jasmin Heist aus dem Nähkästchen, während „Die Dolle“, alias Corinna Kuhn, von dem „Filigranmodell Mann“ berichtete und volle Zustimmung der Hexenversammlung erhielt.

Mit ihrem Live-Gesang und viel Wirbel schürten die „Dentalos“ das Hexenfeuer und sorgten mit Liedern wie „Ich bin ein Pandabär“ und „Scheiß drauf, Urlaub ist nur einmal im Jahr“ sowie dem „Fliegerlied“ für Hochstimmung im Saal.

   
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