„Wenn et Trömmelche jeht“

Gardetag – 36 närrische Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet sorgen in Griesheim für Stimmung – Reibungsloser Ablauf

Mit „Hie Schlott“ zog der Carneval-Verein St. Stephan durch Griesheim, wohin er zum Gardetag eingeladen hatte. 36 Gruppen nahmen teil.  Foto: Gudrun Hausl
Mit „Hie Schlott“ zog der Carneval-Verein St. Stephan durch Griesheim, wohin er zum Gardetag eingeladen hatte. 36 Gruppen nahmen teil.  Foto: Gudrun Hausl
Im Jahr seines 55-jährigen Bestehens richtete der Tanzsport- und Carneval-Verein zum 33. Mal den Griesheimer Gardetag aus. 36 närrische Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet sorgten am Sonntag für ein farbenfrohes Spektakel auf Griesheims Straßen.
 
GRIESHEIM. Kanonendonner und der närrische Schlachtruf „Hie Schlott!“ waren schon in der Ferne zu hören, dennoch mussten sich die Schaulustigen in der Friedrich-Ebert-Straße noch etwas gedulden, bis es auch etwas zu sehen gab. „Ich hör sie“, rief schließlich ein kleiner, grüner Drache und hüpfte in Erwartung süßer Wurfgeschosse von einem Bein auf das andere.

Die Erwachsenen, mit wärmenden Getränken in der Hand, waren indes ins Gespräch vertieft, als der Zug, angeführt von der blau-weiß gekleideten Stadtgarde des Veranstalters, endlich um die Ecke bog. „Wenn et Trömmelche jeht“, spielte der Musikzug und die Gardemädchen winkten der Menge zu.

Immer wieder geriet der Zug während der querenden Straßenbahn ins Stocken. Zeit für die Karnevalisten, Kontakt mit den Zuschauern aufzunehmen. „Rot, rot, rot, sind die Rosen“, sangen die Mitglieder des Carneval Club Golden Corps und animierten die Griesheimer zum Schunkeln, während der Karneval Verein Weiterstadt spontan einen Rundtanz präsentierte.

Huldvoll grüßt das Prinzenpaar

Huldvoll winkte das Weiterstädter Prinzenpaar Prinzessin Tanja I. und Prinz Marco I. in die Menge und sparte nicht mit Bonbons, die es mit beiden Händen in die Menge warf. Immer wieder ließ ein Kanonendonner die Schaulustigen zusammenfahren und sorgte vor allem bei den Kindern für Aufregung, die sich, sobald sie eine weitere Kanone erblickten, schon einmal vorsorglich die Ohren zuhielten.

„Hä Hopp!“ riefen die Darmstädter Garden, und mit „Worfelle Helau“ grüßte der RC03 Worfelden. „Mir kenne auch Fremdsprache, wir sind gebildet“, meinte dagegen ein Weiterstädter Musketier und ließ unverzügliche ein donnerndes „Hie Schlott!“ folgen. Mit „teuflischen“ Rhythmen vom Drumcorps „Marching Devils“ endete der närrische Lindwurm und die zuschauende Menge löste sich langsam auf.

Viele zog es anschließend in die Hegelsberghalle, wo nach dem Eintreffen der letzten Zugnummer der Manöverball mit dem Einmarsch der Standarten und der Begrüßung des Prinzenpaares begann.

Mit 36 Auftritten bescherten die teilnehmenden Vereine dem närrischen Publikum ein abwechslungsreiches Programm mit Musik und Tänzen. Über den reibungslosen Ablauf des Gardetages wachte Zugmarschall Dieter Selzer.

 
 
   
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