Kanonen sorgen für Schrecksekunden

Gardetag – Durch die Straßen von Griesheim ziehen 1500 Fastnachter – Carnevalverein St. Stephan als Gastgeber

Krachend machten die Roßdörfer Narren beim Gardetag in Griesheim auf sich aufmerksam.  Foto: André Hirtz
Krachend machten die Roßdörfer Narren beim Gardetag in Griesheim auf sich aufmerksam.  Foto: André Hirtz
Rund 1500 Karnevalisten aus dem Rhein-Main-Gebiet sorgten beim 32. Griesheimer Gardetag des Tanzsport- und Carnevalvereins St. Stephan (CVS) für ein farbenfrohes Spektakel.
 
GRIESHEIMDie Fanfaren des CVS-Musikzugs sowie vereinzelte „Hie Schlott!“-Rufe waren schon von Weitem zu hören und zeugten von der baldigen Ankunft der Karnevalisten. Zahlreiche Schaulustige hatten sich am Marktplatz versammelt. Voller Vorfreude und in Erwartung eines Bonbonregens hüpften die Kinder umher.
 

„Ich habe eine ganz große Tasche, und da passen ganz viele Süßigkeiten rein“, sagte ein als Frosch verkleideter Knirps und sicherte sich einen Platz in der vordersten Reihe. Er wurde nicht enttäuscht. Während die Erwachsenen den Gardisten zuwinkten und deren närrischen Schlachtruf erwiderten, sammelten die Kinder fleißig Bonbons, Lollis, Popcorn und andere Süßigkeiten ein.

Neun Musikgruppen sorgten für flotte Rhythmen, einige Kanonen für Schrecksekunden unter den Zuschauern und die im Gleichschritt marschierenden Gardemädchen für optische Glanzpunkte. Passend kostümiert erinnerten die örtlichen Vereine an ihr jeweiliges Kampagnemotto. So präsentierte sich der Elferrat der 1. Griesheimer Carneval Gesellschaft „Voll auf Kurs“ in Matrosenanzügen, während die „Hot Schlotts“ als Bergbauern und Milchkühe untermauerten, dass es „auf der Alm koa Sünd‘“ gibt. Putzig anzuschauen waren die Kindergarden, die kunterbunt kostümiert als Clowns, Elefanten, Tiger oder Fische durch die Straßen marschierten.

Über den reibungslosen Ablauf des Gardetages wachte Zugmarschall Dieter Selzer. Er organisierte die Aufstellung der 39 Zugnummern und vergewisserte sich, dass der Zug der Narren auf dem Weg zur Hegelsberghalle nicht unterbrochen wurde. Dort begann nach dem Eintreffen der letzten Zugnummer der Manöverball mit dem Einmarsch der Standarten und der Begrüßung der auswärtigen Prinzenpaare. Mit 37 Auftritten bescherten die teilnehmenden Vereine dem närrischen Publikum ein abwechslungsreiches Programm. 

   
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