Galaxie Griesheim

Fastnacht – Raumschiff des Carnevalvereins St. Stephan dringt in den Weltraum vor

Die Fun Factory sorgte für Klamauk.  Foto: Gudrun Hausl
Die Fun Factory sorgte für Klamauk.  Foto: Gudrun Hausl
Mit „Hie“ und „Schlott“ den Tank gefüllt und in einen Schutzschirm eingehüllt drang das Raumschiff des Tanzsport- und Carnevalvereins St. Stephan (CVS) in närrische Galaxien vor.

GRIESHEIM.

„Hie Schlott! ruft es von überall. Der CVS, der fliegt ins All. Mein Weltraumteam steht schon parat, frisch gestärkt mit Blattspinat“, reimte Sitzungspräsident Rudi Müller und hieß in der Hegelsberghalle willkommen. Mit Lichtstrahl auf die Narrenbühne gebeamt hatten „Außerirdische“, dem Menschen nicht unähnliche Wesen, einiges zu erzählen. „Ich heiße Martha und bin zum Eier abschrecken zu gebrauchen“, offenbarte Bianca Dalko. Sie sei genau an ihrem 16. Geburtstag aus der Grundschule entlassen worden und noch immer auf der Suche nach einem Mann, meinte sie und plauderte über ihr Familienleben.

„Anders als gewohnt, weit weg vom Mond“, berichtete Protokoller Alexander Milde vom Weltgeschehen. Er verglich den teuersten Bischof aller Zeiten mit dem Berliner Flughafen mit den Worten: „In Limburg ist man wenigstens fertig geworden, und in Limburg ist wenigstens schon jemand geflogen“, beleuchtete den Aufruhr am Dagger-Komplex und erinnerte an Nelson Mandela.

„Griesem hot eigene Welten“, befand Bürgermeisterin Gabriele Winter. „Weil selbst der Computer des Geheimdienstes net versteht, was in Griesem vor sich geht“, bediente sie sich der „Moddersproch“ und berichtete von dem Service auf dem städtischen Bauhof und wie man mit dessen Hilfe den städtischen Haushalt sanieren könne.

„Vun moiner Kautsch, da kumm ich her“, erklärte Brigitte Kelnhofer bevor sie in die Weite des Orbits eintrat und ihre pikanten Urlaubserlebnisse preis gab. In ihre Fußstapfen trat Komiteemitglied Holger Arnold und setzte als „Reiseleiterin von Meckermann“ verbale und musikalische Akzente. Für optische Highlights im All sorgten die Solotänzerinnen Laura Arnold und Jessica Mayer und die Sternchengarde.

Die Blazing Dancers und die Blue Moons tauchten ebenso wie das Männerballett in die Weite des Alls ein und begeisterten das Publikum mit ihren Showtänzen. Auch der Musikzug hatte sich in Raumanzüge gehüllt und feuerte musikalische Raketen ab. Als außerirdische Wesen mit roboterähnlichen Bewegungen eroberte die Fun Factory mit einer Playbackshow und einem Showtanz den Sternenhimmel.

   
© by CVS-Production